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Mit einer klaren Zieldefinition den Erfolg sichern

Jeder „weiß“ es, doch die wenigsten ziehen es durch – 10 praktische Umsetzungstipps

Auf dem Weg zum Ziel kann man auch 10.000 mal versagen und damit unzählige Wege finden, wie etwas nicht funktioniert. Nach dem Durchbruch fragt niemand mehr danach, wie beschwerlich der Weg war. Wichtig ist es nur, seine Ziele aufrecht zu erhalten. Wer durchhalten will, benötigt jede Menge Motivation und Ausdauer. Im folgenden Beitrag geben wir Ihnen 10 Tipps für Ihre Unternehmensziele und wie Sie diese erfolgreich erreichen. - Von Hans-Georg Bukel

Fallbeispiel Ziele
Der amerikanische Forscher Thomas Alva Edison (Patentbesitzer der Glühbirne) wurde einmal gefragt, wie es sich anfühle, zehntausend Mal versagt zu haben. Edison antwortete: „Ich habe nicht versagt. Ich habe mit Erfolg zehntausend Wege entdeckt, die zu keinem Ergebnis führen.“ Für jedes Problem gibt es eine Lösung, nachher ist es nicht wichtig, wie oft man gescheitert ist, aber es ist wichtig, sich Ziele zu setzen und sein Handeln daran zu orientieren.

Definition Unternehmensziele
Unternehmensziele sind die Grundlage für alle Entscheidungen. Sie gehören zu den wichtigsten Elementen guter Führung. Sie helfen in konkreten, messbaren Einzelschritten, Strategien umzusetzen. Durch festgelegte Verantwortlichkeiten und Zeitrahmen können sie kontrollierbar gemacht werden.

Ziele sind das wichtigste Bindeglied zwischen
strategischer Ausrichtung und operativer Umsetzung.

In vielen Unternehmen werden sie jedoch vernachlässigt oder nicht als Führungsinstrument genutzt. Das Zitat von Mark Twain „Wer nicht weiß, wo er hin will, darf sich auch nicht wundern, wenn er woanders ankommt“, ist in der praktischen Umsetzung jedoch viel komplexer. Aber in den meisten Unternehmen kann man das Führen mit Zielen mit den nachstehenden Tipps verbessern.

1. Voraussetzungen
Ziele sind das wichtigste Bindeglied zwischen strategischer Ausrichtung und operativer Umsetzung. Werte und Normen haben dabei gestaltenden Einfluss auf die Setzung des Zielsystems. Aufbauend auf der Vision werden die strategischen Ziele ermittelt, denn wenn über das Grundsätzliche, den Sinn und Zweck, keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, mit-einander Ziele zu vereinbaren. In vielen Unternehmen wird dies bei der Zielsetzung vernachlässigt.

2. Realistische Zielsetzung
Oftmals beginnt die Schwierigkeit der Zielsetzung mit der Frage: Welche und wie viele Ziele sollen vereinbart werden? Setzen Sie sich realistische Ziele, die zu Ihrem Unternehmen passen. Zehn oder gar mehr Ziele führen schnell zur Verzettelung. Konzentrieren Sie sich auf einige wenige Ziele. Fünf bis acht Ziele gelten als realistisch.

Der Erfolg ist nicht von der Anzahl der gesetzten Ziele abhängig, sondern von Größe und Effektivität. Definieren Sie Ihre Ziele auf vier Ebenen.
Darüber hinaus braucht gute Zielsetzung Zeit, Führungskräfte sollten daher genügend Kapazität einplanen.

3. Richtige Zielsetzung
Bei der Festlegung müssen Zustandsbeschreibung, Zweck, Ausmaß, Zeitbezug und Messbarkeit berücksichtigt werden. Beispielsweise: „Am Ende des Wirtschaftsjahres 2019 hat der Bereich Dachsanierung einen Marktanteil von 15%.“

Orientieren Sie sich hierbei nicht an Partnern, Konkurrenten oder Vorgaben von Beratern usw. Sind es nicht Ihre eigenen Ziele, sind sie meist wenig motivierend und erfolgsversprechend. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Vernetzung der Ziele gelegt werden. Sind sie widersprüchlich zueinander, können sie nicht erreicht werden und sich negativ auf andere Ziele auswirken.

Ein Modeunternehmen, das für exzellente und exklusive Stoffe steht, kann nicht gleichzeitig der günstigste Anbieter sein. Fehlende Zweckorientierung, Motivation und permanentes Scheitern können Ursachen für eine falsche Zielsetzung sein. In Ihnen muss brennen, was Sie in anderen entzünden wollen. Mit der Motivation ist es wie mit dem Kraftstoff beim Auto, mit leerem Tank ist eine Zielerreichung aussichtslos. Hinterfragen Sie deshalb: brenne ich für meine Ziele oder nicht?

4. Zeitliche Abgrenzung
Eine Unterscheidung der Ziele erfolgt nach der zeitlichen Ebene sowie nach ökonomischen und sozialen Aspekten. Nach dem Festlegen der strategischen Ziele kann man die mittel- (fünf bis zehn Jahre) und kurzfristigen Ziele (ein bis drei Jahre) definieren.

5. Überwinden von Zweifeln
Oftmals beginnen die Problematiken der Zielvereinbarungen damit, einen geeigneten Termin zu finden. Das Tagesgeschäft hat meist Priorität. Hinzu kommen meist Zweifel der Mitarbeiter, die Zielvereinbarungsgespräche nur als notwendiges Übel empfinden. Doch um Ziele zu erreichen, müssen Gewohnheiten abgelegt und festgetretene Wege wieder verlassen werden.

Um Ziele zu erreichen, müssen Gewohnheiten
abgelegt und festgetretene Wege verlassen werden.

Wichtig hierbei ist, nicht wieder in alte Muster zu verfallen und neue Zweifel bei sich selbst und den Mitarbeitern aufkommen zu lassen. Viele Ziele scheitern, nicht weil sie nicht umgesetzt werden wollen, sondern weil bei der Festlegung nicht die Umsetzungsfähigkeit berücksichtigt wird.

6. SMART-Formel
Eine für alle Beteiligten verständliche Formulierung zu finden, ist nicht immer leicht. Schwammige Zielvereinbarungen sind schnell irreführend und frustrierend. Fokussieren Sie sich darauf, dass Sie ihre Ziele beurteilen und im Ergebnis messen können. Als Hilfe kann die SMART-Formel genutzt werden (s. Abb. 3).

7. Mitarbeiter integrieren
In der heutigen Zeit wollen Mitarbeiter nicht mehr stumpf Arbeitsanweisungen befolgen. Sie sind an Arbeitsergebnissen und der daraus resultierenden Anerkennung interessiert. Mitarbeiter sollten in diesen Zielprozess miteinbezogen werden. In vielen Unternehmen findet immer noch eine Pseudo-Beteiligung statt, doch letztendlich sind es die Mitarbeiter, die einen großen Beitrag zur Zielerreichung leisten.

Zusammenhänge, Vernetzungen und Unstimmigkeiten sollten gemeinsam analysiert und behoben werden. Nutzen Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter! Auch unrealistische Vorgaben seitens der Geschäftsleitung, wie z.B. die neue Produktgruppe innerhalb der nächsten vier Monate auf den Markt zu bringen, obwohl sechs Monate notwendig sind, können somit vermieden werden. Mit Schwächen können Sie keine Spitzenleistungen erbringen.

Werden Ziele allein durch die Geschäftsleitung vorgegeben, finden sie nicht den Anklang, als wären Mitarbeiter selbst an dem Prozess beteiligt gewesen. Ein „Wir-Gefühl“ ist wichtig. Mitarbeiter werden viel engagierter zum Wohle des Unternehmens arbeiten.

8. Agieren statt Reagieren
Nach der Zielsetzung folgt die Durchführung. Wenn Sie nicht aktiv werden, können Sie ihre Unternehmensziele niemals umsetzen. Oftmals stehen Verlust- und Versagensängste dem erfolgreichen Handeln entgegen. Lassen Sie sich nicht davon entmutigen.

Sinnvoll ist es, eine Jahresanfangs-Zielkonferenz einzuführen. Aufbauend auf Werten sollten die Ziele für das kommende Jahr vereinbart werden. Ein positiver Ausgang der Sitzung ist für ein gutes Betriebsklima wichtig, z.B. durch einen Ausblick am Ende des Meetings auf die Unternehmensvision.

Entscheidend für ein funktionierendes Zielsystem
sind vor allem die Menschen, die damit arbeiten.

Im Laufe des Jahres kann dann mit Hilfe von regelmäßigen Gruppengesprächen ein dynamischer Prozess entwickelt werden, der die Zielerreichung fördert. Wer nachhaltig erfolgreich sein möchte, muss sich auch verändern können. Wenn Sie noch keine Ziele für 2019 gesetzt haben, dann gehen Sie es an, es wird höchste Zeit!

9. Kontrolle
Sind die Ziele einmal festgelegt und die Maßnahmen eingeleitet, darf man sie nicht mehr aus den Augen verlieren. Allerdings stellt man die zeitaufwendig erarbeiteten Zielvereinbarungen nur ungern wieder in Frage, aber schon alleine während der Durchführungsphase müssen sie permanent überprüft werden, um Abweichungen rechtzeitig zu erkennen und anzupassen. Sind die angestrebten Ziele erreicht worden? Ist die Zeitvorgabe eingehalten worden? Ist der Budgetrahmen voll ausgeschöpft oder überschritten worden?

Eine Ergebniskontrolle ist wichtig, weil nur so festgestellt werden kann, was gut oder weniger gut gelaufen ist und in Zukunft verbessert werden muss. Es ist nicht hilfreich für Erreichung der Ziele, an der Vergangenheit festzuhalten, wenn sich Technik oder die Organisation verändert haben. Um eine permanente Zielerreichung zu gewährleisten, ist Anpassung notwendig.

10. Nicht aufgeben
Entscheidend für ein funktionierendes Zielsystem sind vor allem die Menschen, die damit arbeiten. Erfolgreiche Unternehmen unterscheiden sich darin, dass sie Rückschläge hinnehmen, aus Fehlern lernen und die nötige Ausdauer haben, nicht aufzugeben. Wir lassen uns zu schnell von Rückschlägen demotivieren, doch Veränderungen brauchen ihre Zeit. –
Packen Sie es an!

 
Kontakt:
Hans-Georg Bukel – Bukel & Kollegen
hg-bukel@bukel-kollegen.de
Tel (0661) 963220
www.sanierungsgutachter.de

 

Kommentare

22.05.2019 / Steffi Lange
Danke prägnante Zusammenfassung, die praktisch angewendet, schnell die gewünschten Erfolge bringen kann.

 

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