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Erfolg – Nicht auf Kosten anderer

Ganz im Mewes-Sinne will der Bundesverband Win-Win-Situationen fördern

In verschiedenen Gesprächen zwischen Vorstand, Regionalleitersprecher, Geschäftsführer und Vertretern der Mewes-Stiftung und EKS-Akademie wurde das Thema Win-Win thematisiert und als gemeinsamer Nenner aller „Mewes-Organisationen“ definiert. Dazu einige Gedanken von Thomas Ruf.

„Erfolg geht immer nur zu Lasten anderer!“ So könnte man denken, und so denken wohl die meisten Menschen. Aber gutes Zusammenleben, -wirtschaften und -arbeiten basiert nicht auf dem Spielecharakter des Gewinnens, sondern auf konkretem Austausch zwischen den Beteiligten.

Entwicklungsgeschichtlich sind wir Menschen dann erfolgreicher geworden, als wir gelernt haben, uns auszutauschen. Austausch in der Kommunikation, in der Handhabung von Werkzeugen und Methoden und im Austausch von Waren und Dienstleistungen. Das hat wiederum das Spezialistentum gefördert, was zu völlig neuen Kooperationsmodellen führte.

Wie der Meeresbiologe und Tauchpionier Hans Hass, ein früher Weggefährte von Wolfgang Mewes erkannte, steckt aber in uns Menschen noch ein Teil des Raubtierverhaltens, welches unsere Vorfahren zum Überleben brauchten. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Diesen Zwiespalt, also einerseits sozialen Austausch zu pflegen und andererseits „den anderen über den Tisch zu ziehen“, nennt Hass: Psychosplit.

Zitat: „Der Psychosplit hat zur Folge, dass für den Tauscherwerb nicht mehr zuständige Instinkte uns nachdrücklich empfehlen: ‚Denke ja nur an Dich und Deinen Vorteil! Nur so kannst Du zu Gewinn gelangen und Deine Macht und Sicherheit vergrößern! Nur so kannst Du Dich Konkurrenten gegenüber durchsetzen!‘ Der in der Wirtschaft weit verbreitete Spruch ‚Geschäft ist Geschäft‘ bringt dies deutlich zum Ausdruck. In den USA gilt sogar der verstärkte Spruch: ‚business is business is business‘.

‚Psychosplit‘ nennt Hans Hass den Zwiespalt
zwischen sozialem und egoistischen Verhalten.

In seiner umfassenden ‚Geschichte des Materialismus’ schrieb der Philosoph und Sozialpolitiker F. A. Lange, die kaufmännischen Erfahrungen aller Zeiten hätten ‚unbestreitbar darauf hingewiesen, dass das Individuum nur durch rücksichtslose Verfolgung seiner eigenen Interessen zu materiellem Wohlstand gelangen kann’. Und in Klammern fügte er dann hinzu: ‚Mag dann die Tugend auf anderem Gebiet geübt werden, soweit die Mittel es erlauben.’

Trotzdem gab es bereits zu allen Zeiten Menschen, die sich ‚tauschgerecht’* verhielten. Im Geschäftsleben der letzten hundert Jahre zeigten eine Reihe bedeutender Unternehmer diese Tendenz. Zum Befremden ihrer Konkurrenten senkten sie die Preise, verbesserten sie die Qualität ihrer Produkte, erhöhten sie die Löhne, verbesserten sie die Arbeitsbedingungen ... und verdienten dabei trotzdem mehr als diese. Beispiele dafür sind etwa Ford I, Duttweiler, Bosch, Batá, Benz, Siemens, Woolworth, Zeiss – um nur einige zu nennen.“ Zitatende. (*tauschgerecht ist hier im Sinne von „win-win“ zu verstehen.)

Hans Hass hat aber auch erkannt, dass die EKS, die wir heute besser Mewes-Strategie nennen, als einzige ihm bekannte Unternehmensführungsstrategie in der Lage sei, diesen ‚Psychosplit’ zu überwinden. Zitat: „Es tauchten im Lauf der Geschichte auch immer wieder Lehren auf, die zumindest in Teilbereichen in die gleiche Richtung wiesen. In der Betriebswirtschaft war es das ‚Marketing’. Mir ist jedoch keine bekannt, die das Problem auch nur annähernd so eingehend untersuchte und die Ergebnisse in der Praxis so erfolgreich einsetzte, wie die von Wolfgang Mewes ab 1972 veröffentlichte Energo-Kybernetische-Managementstrategie (EKS), durch die er bereits mehreren tausend Berufstätigen und Unternehmen zu beachtlichen Erfolgssteigerungen verholfen hat.“ Zitatende.

Mit der Mewes Strategie lässt sich dieser
Psychosplit durch Win-Win-Erfolge überwinden.

Damit ist eines klar: die Mewes-Strategie hat mehrere Dimensionen: einen geistig-ethisch-moralischen Unterbau – die „Vier Prinzipien“ – und einen praktikablen Umsetzungsplan – die „Sieben Phasen“. Wer also ganzheitlichen Erfolg, sprich: ganzheitliche Verwirklichung seiner eigenen Ziele im Auge hat und diese besser und schneller umsetzen möchte, ist mit der Mewes Strategie mehr als gut bedient.

Über die „Sieben Phasen“ der Mewes Strategie ist schon häufig und viel geschrieben worden; das Strategie Journal ist voll von Umsetzungsbeispielen verschiedenster Branchen und Umsetzungswerkzeugen für fast alle strategischen Aufgabenstellungen. Wir wollen mit diesem Artikel besonders auf die geistig-ethisch-moralische Dimension eingehen. Dieser Aspekt, der die Mewes Strategie von den meisten anderen Unternehmesführungsstrategien deutlich unterscheidet, basiert, wie wir wissen, auf naturgesetzlichen Prinzipien und ist damit zeitlos gültig.

Die „Vier Prinzipien“ (siehe www.strategiewiki.de) beschreiben eine ‚ethische Wertschöpfung’, die es den Anwendern gestattet, ein gutes Leben leben zu können und andere daran teilhaben zu lassen. Wolfgang Mewes sprach dabei auch gern von „High-Soz“ (in Anlehnung an den Begriff High-Tech). Wer die Mewes-Strategie verstanden hat, und bereit und in der Lage ist, sie anzuwenden, leistet einen Beitrag zu einer „Harmonie im größeren Sinn“.

Harmonie im größeren Sinn bedeutet, dass z.B. keiner auf Kosten anderer lebt; dass ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen angestrebt wird; dass ein Ausgleich geschaffen wird. Jeder bringt sich ein mit seinen Möglichkeiten: seinen Stärken, Fähigkeiten, Eigenschaften, Beziehungen etc. Das heißt, jeder, der mitmacht und verstanden hat, profitiert dabei.

Dazu organisieren sich Menschen seit fast 50 Jahren im Bundesverband StrategieForum, dem von Wolfgang Mewes gegründeten Verein. Laut Vereinssatzung will der Verband u.a. dazu beitragen, bei den Mitgliedern eine geistige Zusammenarbeit herbeizuführen, eine bessere Arbeitsteilung untereinander zu ermöglichen mit dem Ziel, für sich und seine Umwelt größere Effizienz und Effektivität zu entwickeln. Mit den heutigen Worten ausgedrückt, würde man hier von „Win-Win-Situationen und -Möglichkeiten“ sprechen.

Der Bundesverband StrategieForum bietet darüber hinaus für seine Mitglieder eine Kommunikations- und Kooperationsplattform. Kollegialer Austausch und „Kollegiale Beratung“ werden hier groß geschrieben. Gemeinsam werden vielfältige Problemlösungsmöglichkeiten geschaffen und zwangsläufig – auch das ist woanders nicht selbstverständlich – miteinander geteilt.

So wächst die Vielfalt der Lösungsmöglichkeiten ständig an und Mitglieder haben Zugriff darauf und profitieren davon. Dies geschieht in dem o.a. Gemeinschaftsgeist; ein vertrauensvoller, offener Austausch und Umgang unter den Beteiligten ist geradezu selbstverständlich geworden. Das spüren auch die neuen Mitglieder, denen das Wissen um die Mewes-Strategie meist ganz fehlt.

Sie begeistern sich für die Möglichkeiten und die Herzlichkeit der „alten“ Mitglieder. Gerade bei den Veranstaltungen ist das für jeden zu spüren und wird von allen Beteiligten überaus geschätzt.

 

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