| Strategiepreis
2006
für
umgesetzte EKS-Erfolgskonzepte
Bereits zum sechsten Mal wurde auf
dem Frühjahrskongress des StrategieForums der Strategiepreis vergeben.
Prof. Wolfgang Mewes überreichte den
Strategiepreis 2006 an die vier Preisträger. Die Laudatio und Moderation
des bewegenden Abends übernahm
Thomas Rupp. Die Band der Musikschule
Fröhlich begeisterte das Publikum.
Preisträger
Ulrich Zimmermann
„Basel 2“ veränderte
die Situation in der Bankenlandschaft. Großbanken versuchten, den Mittelstand
loszuwerden. Die Genossenschaftsbanken – prädestiniert
für die Betreuung des kleinen Mittelstands – hatten ein Kommunikationsproblem
mit dieser Zielgruppe. Das Risiko für die Banken stieg, bei fallenden
Zinsmargen. Der Mittelstand wiederum war verunsichert und vertraute
der Bank nicht mehr. Zimmermann – als freiberufl icher Trainer bei
der SHT Schwäbisch Hall Training beschäftigt - erkannte den Firmenkundenberater
als Schlüsselfi gur dieser Konstellation. Dieser trat vor „Basel
2“ ausschließlich
als Risikospezialist in Erscheinung. Und war nicht zum Verkauf von
Zusatzleistung ausgebildet. Gleichzeitig gab es keine Trainer, die etwas
vom Firmenkundengeschäft verstanden, sondern normalerweise die Privatkundenberater
ausbildeten. Zimmermann – selbst jahrelang Unternehmer - stieß in
diese Lücke mit einem Dialogkonzept, das inzwischen erfolgreich als
MittelstandsDialog angeboten wird. Firmenkundenberater, die sich
darin ausbilden lassen, gehen in drei Stufen vor: Im ZukunftsDialog
werden die Wünsche und Ziele des Unternehmens besprochen. Darauf
folgt der ErgebnisDialog, in dem das Ratingergebnis vermittelt und
erklärt wird. Schließlich wird im PrivatDialog die Situation des
Unternehmers als Privatperson beleuchtet. Dieses Konzept erwies sich
als sehr erfolgreich. Viele Unternehmer wurden auch privat Kunde
der Bank. Ein deutlicher Zuwachs an verkauften Zusatzleistungen konnte
verzeichnet werden. DankUlrich Zimmermanns Trainings-Konzept
kam die Kommunikation zwischen Banken
und Mittelstand wieder in Schwung.
Preisträger
Roland Hettich
Mister Music war einmal ein ganz normaler Instrumentenhandel.
Man bot alles vom Schlagzeug über Gitarre bis zu Blasinstrumenten, Beschallungsanlagen,
Studioausrüstung etc. Dementsprechend zahlreich waren die Zielgruppen,
die man hier produktorientiert versorgte. Nach einer Umsatzflaute im
Jahre 2002, nicht zuletzt aufgrund des Preiskampfes durch das Internet,
konzentrierte sich Reinhold Hettich auf eine einzige Die Band der Musikschule
Fröhlich rahmte den Abend musikalisch ein und begeisterte das Publikum.
Zielgruppe: die Tanzmusiker. Alle nicht relevanten Geschäftsbereiche
z.B. Schlagzeug und Blasinstrumente - wurden ausgelagert und von Mitarbeitern
als Franchise geführt. Hettich konzentrierte sich nun ganz auf die Probleme
seiner Zielgruppe, gründete Know-how-Gruppen um deren Bedürfnisse zu
erfahren. Daraufhin entstand die „Entertainer Akademie“ und eine Konzentration
auf das Grundbedürfnis Live Musik. Inzwischen ist Mister Music Marktführer
in Baden Württemberg. – Ausführliche
Fallstudie als PDF
Preisträger Jens Rückert
1994 startete Jens Rückert ein Planungsbüro im Bereich
Verfahrens- und Umweltschutz- Technik. Schnell wurde der Ingenieur mit
stagnierenden Investitionen der Industrie konfrontiert. Die Nachfrage
nach Bauplanung ist minimal. 1998 stieß er auf die EKS.
Im Zuge einer ersten Konzentration spezialisierte er sich auf Biogasanlagen,
d.h. Energieerzeugung aus Lebensmittelabfällen. Er plante und baute eine
große Anlage, war jedoch sehr stark von einem einzigen Kunden abhängig.
Er überlegte, wie er der Zielgruppe „Großinvestoren“ einen Nutzen bieten
könnte und entwickelte eine Biogasanlage, die ausschließlich mit nach-
wachsenden Rohstoffen betrieben wird. Durch diese Innovation entsteht
kein Geruch, d.h. diese Anlagen können auch stadtnah positioniert werden.
Dadurch vergrößert sich das Marktpotenzial immens, da eigentlich jede
Gemeinde solch eine Anlage betreiben könnte. Darüber hinaus profitiert
die lokale Wirtschaft, insbe-sondere die Bauern, die den Rohstoff für
den Betrieb der Anlage liefern – zumeist Futtermais. Rückert und seine
Mitarbeiter liefern mit ihrer Firma FoodCycle den vollen Service: von
der Planung über
das Genehmigungsverfahren, die Verträge mit den Bauern bis hin zur betriebsbereiten
Anlage. Die Großinvestoren verkaufen die Anlage dann oftmals an die regionalen
Energie-versorger. Rückert und sein Team gelten als professioneller und
zuverlässiger Partner, die sowohl das Projektmanagement, wie auch den
Output der Anlagen ständig verbessern. – Fallstudie als
PDF
Preisträger Dr. h.c.
Dieter Fröhlich
Seit 1977 wurden 200.000 Schüler von der „Musikschule
Fröhlich“ an die Musik herangeführt. Das gesamte Unterrichtskonzept von
der Wahl der Instrumente bis zur Ausbildung der Lehrer wurde von Dieter
Fröhlich entwickelt, erprobt und durch ein erfolgreiches Franchisesystem
multipliziert. Systematisch hat er alle Hürden beseitigt, die Sechs-
bis Zwölfjährige daran hindern könnten, ein Musikinstrument zu erlernen.
Der Unterricht ist darauf angelegt, Musik mit Freude zu erleben. Als
Einstiegsinstrument kommt eine eigens von Fröhlich verbesserte Melodika
zum Einsatz. Später steigen die Kinder auf das Akkordeon um. Zur Zeit
gibt es 541 Franchisepartner. Seit 1990 ist Fröhlich Marktführer bei
den privaten deutschen Musikschulen. Dr. Dieter Fröhlich erhielt den
StrategiePreis für sein „Lebenswerk“. – Fallstudie
als PDF
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